Veranstaltungen
20.06.2027 - Parisfal und Lohengrin
18:00 Uhr, Europasaal, Zentrum
Weitere Informationen folgen in Kürze
Die beiden Dramaturgen Wiebke Hetmanek und Till Briegleb diskutieren über ihre Neuinszenierungen von Parsifal und Lohengrin in den Bayreuther Festspielen 2027. Moderiert vom Leiter des Richard Wagner Museums Dr. Sven Friedrich.
Über die Vortragenden
Wiebke Hetmanek studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an den Universitäten Bochum und Köln. Nach Abschluss ihres Studiums folgten Engagements als Dramaturgin an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen sowie an der Oper Dortmund. In der Spielzeit 2018/19 wechselte sie mit Intendant Jens-Daniel Herzog an das Staatstheater Nürnberg. Als freie Dramaturgin arbeitete und publizierte sie außerdem u.a. für das Rheingau-Musik-Festival, die Philharmonie Essen, das Konzerthaus Dortmund, die Nürnberger Philharmoniker, das Klavierfestival Ruhr, die Neue Philharmonie Westfalen und die Bad Hersfelder Festspiele. Wiebke Hetmanek ist zudem Autorin diverser Kinder- und Jugendopern. Mit der Regisseurin Ilaria Lanzino verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit.
Der deutsche Journalist, Kritiker und Dramaturg Till Briegleb arbeitet seit 2018 mit dem Regisseur Ersan Mondtag zusammen. Gemeinsame Produktionen umfassten Franz Schrekers Der Schmied von Gent an der Opera Vlaanderen (2020, koproduziert mit dem Nationaltheater Mannheim), Kurt Weills Der Silbersse (2021, koproduziert mit der Opéra national de Nancy-Lorraine), Salome (2024) an der Opera Vlaanderen, Der Freischütz am Staatstheater Kassel, Marschners Der Vampyr an der Staatsoper Hannover, ein Doppelabend mit Gianni Schicchi und L’Heure espagnole am Teatro dell’Opera in Rom sowie Verdis La forza del destino an der Opéra national de Lyon. Zuletzt entwickelte er mit Ersan Mondtag die Inszenierungen von Bizets Les Pêcheurs de perles an der Wiener Staatsoper sowie von Strauss‘ Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Sommerfestspielen 2026. Die Uraufführung von Sam Max’ Theaterstück Double Serpent in Wiesbaden, bei der er als Dramaturg beteiligt war, wurde 2025 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Das Stück Das rote Haus, das die Spielzeit 2025/26 des Maxim Gorki Theaters in Berlin eröffnete, hat er auch als Autor mitverantwortet. Darüber hinaus betreute er 2026 die Uraufführung von Albert Ostermaiers Munich Machine am Residenztheater München. Als Journalist arbeitet Till Briegleb in den Bereichen Theater, Kunst und Architektur für diverse deutsche Zeitungen und Magazine, darunter die Süddeutsche Zeitung, das Kunstmagazin art und das Wirtschaftsmagazin brand eins. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. Die diskrete Scham, erschienen im Insel Verlag, sowie ein umfangreiches Werk über die Kultur der Reiterstandbilder. Er lebt in Hamburg.


Dr. Sven Friedrich, geb. 1963, stammt aus Hamburg, studierte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Kommunikationswissenschaft in München und leitet in Bayreuth seit 1993 das Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung, das Franz-Liszt-Museum und das Jean-Paul-Museum. Im Sommer hält er im Festspielhaus die Inszenierungseinführungen zu den Produktionen der Bayreuther Festspiele. Er ist Mit- und Gründungsherausgeber der Zeitschrift wagnerspectrum und der Reihe Wagner in der Diskussion bei Königshausen & Neumann (Würzburg). Zahlreiche Vorträge, Aufsätze, Hörbücher und Ausstellungen zu Richard Wagners Leben, Werk und Wirkungen. Publikationen u.a.: Das auratische Kunstwerk. Zur Ästhetik von Richard Wagners Musiktheater-Utopie (Dissertation, Tübingen 1996); Richard Wagner – Deutung und Wirkung (Würzburg 2004); Richard Wagner – Werke, Schriften und Briefe, CD-ROM Digitale Bibliothek Bd. 107 (Berlin 2004); Richard Wagners Opern. Ein musikalischer Werkführer (München 2012), Richard Wagner im Spiegel seiner Zeit (Frankfurt 2013). Friedrich ist Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbands Hamburg.
%20Bernhard%20Holub%2C%20Linz.jpg)
%20Bernhard%20Holub%2C%20Linz.jpg)
