Veranstaltungen


18.09.2026 - Pianokonzert Traumtänzer
19:00 Uhr, Villa Wahnfried, Richard-Wagner-Straße 48, 95444 Bayreuth
Unter dem Titel „traumtänzer“ verbindet dieses Programm Werke, in denen das Traum- und Rauschhafte mit dem Tänzerischen verschmilzt. 
Schumanns Kinderszenen öffnen den Abend mit poetischen Miniaturen, die an vergessene Träume und leise Erinnerungen rühren.
Ravels Valses nobles greifen die darin enthaltene Nostalgie auf und verpacken Sie in sieben kunstvolle Walzer, worauf als achte Nummer der Epilog folgt: Eine Erinnerung der Erinnerung, ein Traum des Traums vergangener Tänze.
Liszts Mephisto-Walzer setzt dazu einen harten Kontrast. Der Walzer legt seine Eleganz und Haltung ab und wird zum dämonischen Tanz, der virtuos auflodert. 

Debussys L’isle joyeuse setzt nach der Pause den dionysischen Taumel fort, allerdings nicht so unmittelbar wie Liszt, sondern wie in einer antiken Traumlandschaft, dabei laut Komponist selbst „Kraft und Anmut“ verbindend.
Diese Beschreibung trifft auch auf Schumanns Papillons zu, die zurück in die Kleinform von Miniaturen voller Überraschungen finden, wie das bunte „Durcheinanderflattern auf einem Faschingsball“.
Den Schluss bildet Guido Agostis Klaviertranskription aus Strawinskys Feuervogel – ein Feuerwerk rhythmischer Energie, in dem der Tanz in all seinen Facetten noch einmal aufleuchtet.

„traumtänzer“ 

Schumann, Kinderszenen op. 15
Ravel, Valses nobles er sentimentales, M. 61
Liszt, Mephisto Walzer Nr. 1, S. 514

Debussy, L’Isle joyeuse, L. 106
Schumann, Papillons op. 2
Stravinsky / Agosti, L‘Oiseau de feu: Danse infernale, Berceuse et Finale 
 

Zum Vortragenden

Der 21-jährige Pianist Simon Haje zählt zu den vielseitigen deutschen Nachwuchskünstlern seiner Generation. Er konzertiert regelmäßig im In- und Ausland und ist Preisträger zahlreicher renommierter internationaler Klavierwettbewerbe.

Seine ersten Bühnenerfahrungen sammelte er bereits im Alter von fünf Jahren als Mitglied des Kinderchores der Deutschen Oper Berlin sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit seinem sechsten Lebensjahr erhält er Klavierunterricht; bereits mit neun Jahren wurde er Jungstudent an der Universität der Künste Berlin. Dort begann er auch sein Hochschulstudium, das er seit 2023 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fortsetzt.

Bei internationalen Wettbewerben wurde Simon Haje mit zahlreichen Preisen und Sonderauszeichnungen ausgezeichnet. Erste Preise erhielt er unter anderem beim Klavierpodium München, beim Schumann-Wettbewerb Düsseldorf, beim Steinway Klavierwettbewerb sowie beim Piano Competition Enschede (Niederlande). Im Jahr 2023 gewann er vier Wettbewerbe in Folge (Neuchâtel, Aarhus, Kronberg, Orbetello). Zuletzt wurde ihm der Orchesterpreis beim Concours International Clara Haskil in der Schweiz verliehen.

Als Solist oder im Ensemble gestaltet Simon Haje moderierte Recitals in deutscher und englischer Sprache. Er gastierte unter anderem bei Festivals im Rheingau, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie beim Vendsyssel Festival (Dänemark) und im Engadin (Schweiz).  Im Konzerthaus Wien sprang er im vergangenen Jahr kurzfristig mit einem erfolgreichen Soloprogramm ein.

Sein Orchesterdebüt gab Simon Haje im Alter von zwölf Jahren mit Bachs Cembalokonzert d-Moll im Schlosstheater Rheinsberg. Mit 14 Jahren interpretierte er Webers Konzertstück f-Moll mit den Düsseldorfer Symphonikern. Es folgten Auftritte unter anderem im Großen Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt Berlin mit Beethovens drittem Klavierkonzert (2020) sowie im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mit Mendelssohns erstem Klavierkonzert (2022). Mit den Neubrandenburger Philharmonikern spielte er 2022 und 2023 Rachmaninows zweites und Chopins erstes Klavierkonzert. Ebenfalls 2022 wirkte er bei einer mehrtägigen Konzertreise als Solist im Tripelkonzert von Beethoven mit der Lausitzer Philharmonie mit. 2023 trat er solistisch sowie mit dem Bayerischen Kammerorchester in der Philharmonie Berlin auf. Im März 2025 debütierte er mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Christoph Eschenbach mit Beethovens viertem Klavierkonzert.

Simon Haje ist Stipendiat von YEHUDI MENUHIN Live Music Now Berlin e. V., der Deutschen Stiftung Musikleben, Musica Mundi (Belgien), der Daniel Hope Academy, der Musikakademie Liechtenstein, der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.
2022 wurde er aufgrund seiner künstlerischen Leistungen zum Young Steinway Artist ernannt.



Weitere Informationen: www.simonhaje.de
 

Tickets

Karten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.
Eintritt: 25,00 €
Mitglieder des Richard-Wagner-Verband Bayreuth:15,00 €