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01.06.2026 - Dr. Mösch: Hinter den Kulissen von Neubayreuth
3. Teil der Vortragsreihe „Verstehen und verstanden werden – Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele“ von und mit Prof. Dr. Stephan Mösch
Im vorletzten Vortrag seiner Reihe "Verstehen und verstanden werden – Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele" erlaubte Dr. Mösch einen tiefen Einblick in die Zeit von "Neubayreuth".
Er beleuchtete den schwierigen Neuanfang nach Kriegsende und die faszinierenden Persönlichkeiten, die eine Rolle spielten. Die Diskussion mit und über Otto Klemperer, die intensive Zusammenarbeit Wagners mit Walter Legge und die Diskussion über Stereo statt Mono-Tonaufnahmen.
Dr. Frank Piontek hat zu dieser Veranstaltung einen ausführlichen Artikel auf seiner Besite verfasst.
Hier ein Ausschnitt:Er beleuchtete den schwierigen Neuanfang nach Kriegsende und die faszinierenden Persönlichkeiten, die eine Rolle spielten. Die Diskussion mit und über Otto Klemperer, die intensive Zusammenarbeit Wagners mit Walter Legge und die Diskussion über Stereo statt Mono-Tonaufnahmen.
Dr. Frank Piontek hat zu dieser Veranstaltung einen ausführlichen Artikel auf seiner Besite verfasst.
Zwischen Tradition und Moderne
Recherchieren – lesen – kontextualisieren – interpretieren – thesenbilden – geschichtsschreiben: Derart könnte man den Sechsschritt bezeichnen, den eine informierte wie reflektierte Historiographie auszuzeichnen pflegt. Verstehen und verstanden werden. Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele – in der viersätzigen Vortragsserie, die Stephan Mösch, Professor für „Ästhetik, Geschichte und künstlerische Praxis des Musiktheaters“ an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Bayreuther Festspiele für den Bayreuther Richard Wagner-Verband veranstaltet, wird die Probe aufs Exempel gemacht. Nicht, dass Mösch, neben und vor seiner akademischen Karriere wie auch seiner Ausbildung als Sänger 1994 bis 2013 Chefredakteur der Opernwelt, als solcher ein Mann zwischen Theorie (des Schreibens und Nachdenkens) und Praxis (des Musiktheaters), es nötig hätte, seine Expertise zu beweisen, die 2009 mit Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners ›Parsifal‹ in Bayreuth 1882-1933 einen das Gesichtsfeld beträchtlich erweiternden Höhepunkt der Wagnerforschung erreicht hat. Nun hat er dem Opus magnum über die Ideen- und Aufführungsgeschichte des „Weltabschiedswerks“ ein weiteres Großwerk nachfolgen lassen. Passend zum Jahr 2026 legte er Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte vor; von den Forschungen zehren auch die vier Vorträge, dessen dritter in der zweiten Nachkriegszeit angesiedelt ist, Untertitel: Hinter den Kulissen von „Neubayreuth“. Für die Bayreuther Zuhörer hat er noch die berühmte Schippe draufgetan, aber selbst „Kenner“ dürften staunen, was Mösch alles aus den erst seit kurzer Zeit erschließbaren Nachlässen der Brüder Wieland und Wolfgang Wagner analytisch herausgeholt hat. Nicht, dass die Bayreuther Nachkriegsgeschichte völlig neu geschrieben werden müsste, aber man hat doch den Eindruck, dass sich vordem Vieles anders las.
Den vollständigen Artikel können Sie auf der Website von Dr. Piontek kostenlos lesen.
