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01.06.2025 - Stipendienkonzert & Überreichung der Urkunden
Am Sonntag haben sich die Bayreuther Stipendiatinnen und Stipendiaten wieder vorgestellt. Es gab ein hochkarätiges Konzert ganz verschiedener Werke und auch einen kurzen Vortrag über den Holländer in Nürnberg.
Unter dem Titel „Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen sich vor“ präsentierten sich die talentierten Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands Bayreuth einem begeisterten Publikum. Das Konzert begann um 14:00 Uhr und bot eine Vielfalt an musikalischen Darbietungen und einen fachlichen Vortrag, die die Zuhörer tief beeindruckten.
Den Auftakt machten Blanka Anna Krcsméri an der Querflöte und Julian Ritschel am Klavier mit Sergei Prokofjews Sonate Nr. 2. Die beiden Musiker überzeugten durch ihre technische Präzision und das harmonische Zusammenspiel, das die Nuancen des Stücks perfekt zur Geltung brachte.
Es folgte ein beeindruckender Auftritt des Bassbaritons Andreas Zenios, begleitet von Julian Ritschel am Klavier. Zenios interpretierte die Arie „Votre toast, je peux vous le rendre“ aus Georges Bizets „Carmen“ mit großer Leidenschaft und überzeugender Bühnenpräsenz. Daraufhin präsentierte er die Cavatina „Come Paride vezzoso“ aus Gaetano Donizettis „L’elisir d’amore“ und die Arie „Heiterkeit und Fröhlichkeit“ aus Albert Lortzings „Der Wildschütz“. Seine stimmliche Vielfalt und die emotionale Tiefe seiner Darbietung begeisterten das Publikum.
Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war der Vortrag von Johanna Danhauser, Dramaturgin am Staatstheater Nürnberg. Sie sprach über die Inszenierung von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ und gab dem Publikum einen tiefen Einblick in die dramaturgische Arbeit und die Herausforderungen, die mit der Umsetzung dieses bedeutenden Werks verbunden sind. Ihr fundiertes Wissen und ihre lebendige Darstellung fesselten die Zuhörer und regten zu weiteren Diskussionen an.
Nach dem Vortrag folgte ein Auftritt der Mezzosopranistin Sarah Bröter, die von Julian Ritschel am Klavier begleitet wurde. Bröter interpretierte „Madrid“ von Pauline Viardot-García, „Ich wollt, ich wär' des Sturmes Weib“ von Luise Greger und „Non so piu“ – die Arie des Cherubino aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Le Nozze de Figaro“. Ihr Gesang zeichnete sich durch Klarheit und Ausdruckskraft aus, und sie verstand es, jedes Stück mit Gefühl und Präzision zu interpretieren. Einen humorvoller Akzent setzte ihr Vortrag des Liedes „Alois!!“ von Hermann Leopoldi.
Den Abschluss des Konzerts bildete Julian Ritschel mit einer eindrucksvollen Interpretation des 8., 9. und 10. Satzes aus Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Die technische Brillanz und die emotionale Tiefe seines Klavierspiels begeisterten das Publikum und rundeten den musikalischen Nachmittag ab.
Mitwirkende
Julian Ritschel: Julian Ritschel, der an der Städtischen Musikschule Bayreuth Klavier und Korrepetition unterrichtet, zeigte einmal mehr sein außergewöhnliches Talent und seine Vielseitigkeit als Musiker.Andreas Zenios: Der griechisch-zypriotische Bassbariton Andreas Zenios, der an renommierten Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper und dem Nationaltheater Weimar aufgetreten ist, überzeugte durch seine stimmliche Kraft und seine ausdrucksstarke Darbietung.
Johanna Danhauser: Die Dramaturgin Johanna Danhauser, die an der Universität Bayreuth über die Dekolonisierung Neuer Musik-Festivals promoviert, gab faszinierende Einblicke in die dramaturgische Arbeit und die Inszenierung von Wagners „Der fliegende Holländer“.
Sarah Bröter: Die Mezzosopranistin Sarah Bröter, die an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz studiert, überzeugte durch ihre stimmliche Vielfalt und ihre lebendige Bühnenpräsenz.
Blanka Anna Krcsméri: Die Flötistin Blanka Anna Krcsméri, die an der Franz Liszt Akademie der Musik in Budapest studiert hat, begeisterte durch ihr technisches Können und ihre musikalische Sensibilität.
Die Vergabe der Stipendien ist der Hauptsatzungszweck des Richard-Wagner-Verbands Bayreuth. Das Konzert und der Vortrag boten den Stipendiaten die Möglichkeit, ihre außergewöhnlichen Talente einem breiten Publikum zu präsentieren und gleichzeitig ihren Dank an den Verband auszudrücken.
„Es war ein beeindruckender Nachmittag, der die Vielfalt und das hohe Niveau der Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands Bayreuth unter Beweis stellte“, so ein begeisterter Zuhörer. „Wir freuen uns darauf, die weiteren musikalischen und künstlerischen Schritte dieser talentierten jungen Menschen zu verfolgen.“
Der Richard-Wagner-Verband Bayreuth bedankt sich bei allen Mitwirkenden und dem Publikum für diesen inspirierenden Nachmittag voller Musik und Wissen.
